Wer je versucht hat, eine Organisation zu verändern, kennt den Moment, in dem der Plan auf die Menschen trifft. Diagramme, die vollständig aussahen, haben das Wichtigste ausgelassen: dass jeder Teil des Systems auch ein Mensch ist, mit einer eigenen Lesart dessen, was gerade geschieht.
Systemdenken hilft. Es zeigt, wie Ergebnisse aus Strukturen entstehen und weniger aus einzelnen Absichten. Es kann uns aber auch zu einer Kontrollfantasie verleiten – als ließe sich ein menschliches System mit dem richtigen Modell wie eine Maschine steuern.
Systeme, die Urteilskraft stärken
Der vielversprechendere Weg ist, vermute ich, Systeme zu gestalten, die das Urteil der Menschen darin stärken, statt es zu ersetzen. Das ist langsamer und schwerer zu messen. Es ist aber auch die einzige Art von Veränderung, die nach meiner Erfahrung Bestand hatte.
Hier verbindet sich meine berufliche Arbeit in der Systemarchitektur mit den Fragen aus Die Architektur persönlicher Handlungsfähigkeit.
ThemaMenschliche Systeme
